Ich habe mich auf den Weg gemacht. Es ist ein Weg zu mir selbst, der mich zu einem intensiveren Leben führt: Mit viel mehr Mut, Emotionen, Begegnungen, Lebensfreude und viel weniger Angst.
So, wie jeder Weg damit beginnt, dass man einen Ort verlässt, so habe ich damals Würzburg verlassen. Ich habe einen Schnitt gemacht, indem ich meine gesamte Existenz mit dem Beruf und all meinem Besitz in Frage gestellt habe. Dabei bemerkte ich, mit wie wenig ich auskommen kann und was ich alles nicht mehr brauche oder nicht länger haben will. Und habe vieles aus meinem Besitz, von dem ich sicher war, es zukünftig nicht mehr zu benötigen, verkauft oder abgegeben.
Danach habe ich mich auf einen realen Weg gemacht, auf den Pacific Crest Trail, durch Wildnis, Wüste und durchs Gebirge. Seither lief ich jeden Tag, mal waren es nur 8 Meilen, dann aber auch mal 22 Meilen. Ich bin nicht den ganzen PCT gegangen. An einer Stelle habe ich, ohne den Grund verstehen zu können, die innere Einstellung zum Weg verloren. Ein Weitergehen gegen meine Überzeugung ging dann nicht mehr. Aber mein innerer Weg erforderte es, zu dieser Entscheidung zu stehen, auch wenn es mir sehr schwer fiel, mich nicht als Versager zu sehen.
Der Weg ist noch nicht zu Ende. Er geht weiter, täglich. Ich lerne vieles über mich, was als unklare Ahnung bereits vorhanden, von mir aber noch nicht bewusst bedacht worden war. Dazu dienen diese Seiten. Über sie lerne ich mich neu kennen. Darum teile ich hier meine Gedanken und Gefühle mit Euch und berichte über meine täglichen Erfahrungen. Indem ich sie hier veröffentliche, lerne ich es, zu mir und meinen Gedanken und Gefühlen zu stehen. Ich freue mich, wenn Ihr meiner Entwicklung Aufmerksamkeit schenkt und meinen Berichten folgt. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass Ihr mir Eure Gedanken in Form eines Kommentars mitteilt.
Aber Achtung: Meine Gedanken können eventuell ärgern, aufwühlen, missverstanden werden und auch völlig verfälscht wiedergegeben werden. Für all das ist der Leser selbst verantwortlich, auch für die Folgen. Zu Risiken und Nebenwirkungen der Lektüre meiner Seiten fragt Ihr daher besser nicht den Arzt oder Apotheker, sondern eher Euch selbst.

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